10 Juli 2026

Der Einstieg in den Schweizer Zahlungsmarkt auf solider Grundlage

Eine Coiffeurin steht in ihrem Salon und lächelt in die Kamera.

Kurz & knapp

Was ist EP2?
EP2 ist der Schweizer Standard für die Integration und den Betrieb von Zahlungsterminals und sorgt für sichere, einheitliche Zahlungsprozesse.

Welche Herausforderung haben Softwareanbieter beim Markteintritt in der Schweiz?
Die Integration in das etablierte Zahlungsökosystem ist oft komplex und mit hohem Abstimmungs- und Testaufwand verbunden.

Wie vereinfacht Nexi die Integration?
Mit dem Nexi OPI Proxy wird die technische Komplexität der Terminalkommunikation abstrahiert, wodurch Integrationen schneller und einfacher umgesetzt werden können.

Bleiben Sicherheit und Compliance gewährleistet?
Ja. Der EP2-Standard bleibt die Grundlage und stellt weiterhin Sicherheit, Interoperabilität und regulatorische Konformität sicher.

Für Softwareanbieter, die in den Schweizer Zahlungsmarkt eintreten, besteht die zentrale Herausforderung nicht im Mangel an Infrastruktur, sondern vielmehr im Gegenteil. Es handelt sich um ein hochgradig strukturiertes, sicheres und etabliertes Ökosystem, das eine sorgfältige Integration erfordert.

Im Zentrum dieses Ökosystems steht EP2, der Standard, der Zahlungsterminals, Anbieter und Kassensoftware in der gesamten Schweiz definiert. EP2 hat sich zu einem Eckpfeiler der Zahlungsakzeptanz entwickelt, weil es dort für Konsistenz sorgt, wo sie am wichtigsten ist. Es legt fest, wie Transaktionen verarbeitet werden, orientiert sich an den Anforderungen internationaler Kartensysteme und unterstützt zentrale Sicherheitsmechanismen wie die Verarbeitung von EMV Chipkarten, PCI DSS Standards und eine starke Verschlüsselung. Zertifizierungsanforderungen für Terminalhersteller sowie die konsequente Einhaltung gemeinsamer Spezifikationen stärken dieses Fundament zusätzlich, reduzieren Implementierungsfehler und gewährleisten eine verlässliche Ausgangsbasis für alle Beteiligten.

Die Herausforderung liegt daher nicht in EP2 selbst, sondern darin, den Zugang zu dieser ausgereiften und sicheren Umgebung einfacher zu gestalten

Für Händler bedeutet dies eine stabile, sichere und vertrauenswürdige Zahlungsinfrastruktur. Zahlungen verhalten sich einheitlich über verschiedene Terminaltypen und Anbieter hinweg, und regulatorische wie auch schemabezogene Anforderungen werden konsistent umgesetzt.

Für Softwareanbieter und Integratoren ist der Zugang zu diesem Ökosystem jedoch häufig mit beträchtlichem Anfangsaufwand verbunden. Die Integration von Kassensystemen mit Zahlungsterminals erfordert in der Regel die Nutzung etablierter Protokolle wie OPI, die Abstimmung zwischen verschiedenen Beteiligten sowie strukturierte Test- und Validierungsprozesse. Für unabhängige Softwareanbieter, also Unternehmen, die Lösungen entwickeln, die sich in externe Systeme integrieren lassen, kann sich dadurch die Zeit bis zur Markteinführung deutlich verlängern.

Die Nexi Schweiz AG greift dieses Thema auf und führt einen neuen Integrationsansatz ein, der die Anbindung von Software an Zahlungsterminals vereinfacht, ohne die Stärken des bestehenden Systems zu beeinträchtigen. Der Nexi OPI Proxy stellt einen der ersten Schritte dar, um Integrationen im Schweizer Zahlungsverkehr einfacher, schneller und entwicklerfreundlicher zu gestalten. Dieser Ansatz führt eine zusätzliche Schicht zwischen der Kassensoftware und den Nexi Terminals ein. Anstatt direkt mit dem zugrunde liegenden Protokoll zu interagieren, verbinden sich Integratoren über einen Dienst, der diese Kommunikation übernimmt und einen grossen Teil der technischen Komplexität abstrahiert.

Dadurch können Softwareanbieter über eine klarere und zugänglichere Schnittstelle integrieren, ohne jedes Detail der Terminalkommunikation selbst verwalten zu müssen. Gleichzeitig stellt das zugrunde liegende EP2 Rahmenwerk weiterhin sicher, dass Transaktionen sicher, konsistent und entsprechend den Anforderungen des Schweizer Marktes verarbeitet werden.

Eine Frau hält ihr Handy und ihre Kreditkarte in der Hand und lächelt.

Eine cloudbasierte Version dieser Schnittstelle wird ebenfalls vorbereitet und folgt einer vergleichbaren API Struktur. Ziel ist es, mehr Flexibilität bei der Bereitstellung und Wartung von Integrationen zu schaffen und gleichzeitig die Kompatibilität mit der bestehenden Zahlungsumgebung zu gewährleisten.

Für Softwareanbieter, insbesondere für solche, die aus anderen Märkten in die Schweiz eintreten, reduziert dieser Ansatz den Aufwand für die Anbindung an die lokale Zahlungsinfrastruktur. Der Schweizer Markt bleibt in seinen Anforderungen unverwechselbar, etwa hinsichtlich des Verhaltens von Terminals, der Belegausstellung, von Abstimmungsprozessen und Compliance Vorgaben. Durch die vereinfachte Zugänglichkeit sinkt die Eintrittshürde, während die Qualität und Zuverlässigkeit der Zahlungsabwicklung unverändert hoch bleiben. 

Händler profitieren von dieser Entwicklung durch mehr Flexibilität und einen schnelleren Zugang zu integrierten Lösungen. Wenn Softwareanbieter effizienter angebunden werden können, lassen sich neue Anwendungen mit Zahlungsfunktion schneller einführen, und Anpassungen an Terminalkonfigurationen werden weniger komplex. Dies gewinnt insbesondere an Bedeutung in einem Umfeld, in dem sich Zahlungssysteme kontinuierlich weiterentwickeln und neue Terminaltypen oder Konfigurationen hinzukommen.

Die Vereinfachung der Integration wird zudem durch klarere und strukturiertere Dokumentation unterstützt. Über docs.nexi.swiss baut Nexi eine zentrale Informationsquelle auf, die sowohl technische als auch operative Aspekte der Zahlungsakzeptanz in der Schweiz verständlich darstellt. Dadurch wird Integratoren geholfen, ihre Systeme anzubinden, während Händler gleichzeitig Unterstützung bei der täglichen Abwicklung von Zahlungsprozessen erhalten.

Wichtig ist dabei, dass dieser Ansatz EP2 nicht ersetzt. Der Standard bleibt ein wesentlicher Bestandteil des Schweizer Zahlungsökosystems und stellt weiterhin Sicherheit, Interoperabilität und Zuverlässigkeit sicher. Im Fokus steht vielmehr, die Interaktion für Softwareanbieter zu verbessern und den Integrationsprozess zugänglicher zu machen, ohne bestehende Vorteile zu beeinträchtigen.

Nexi arbeitet aktuell mit ersten Anwendern zusammen, um dieses Modell weiter zu verfeinern. Rückmeldungen von Integratoren, Softwareanbietern und Händlern fliessen kontinuierlich in die Weiterentwicklung ein.

Der Schweizer Zahlungsmarkt ist seit langem für seine Stabilität und Sicherheit bekannt. Mit einem vereinfachten Integrationsansatz wird er nun auch leichter zugänglich, ohne die Eigenschaften zu verlieren, die seine Stärke ausmachen.

 

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Über Nexi Schweiz

Nexi ist ein führendes PayTech in Europa, aktiv in über 25 Ländern und Partner von mehr als 2 Millionen Unternehmen – vom grossen Marktplatz bis zum lokalen Mittelstandsunternehmen. Ursprünglich aus dem renommierten deutschen Zahlungsdienstleister Concardis hervorgegangen, setzt Nexi auf intuitive digitale Prozesse, um Einkaufen und Bezahlen sicher und einfach zu machen, sowohl für Konsumenten als auch für Gewerbetreibende. In der Schweiz ist Nexi seit Jahren die starke Nummer zwei und bietet Omnichannel-Zahlungs- und Datenlösungen für Händler jeder Grösse an. Das Omnichannel-Portfolio von Nexi Schweiz reicht vom Kartenakzeptanzgeschäft über die reibungslose Terminalkassen-Integration bis hin zu komplexen E- und M-Commerce-Lösungen, ergänzt durch Dashboards zur einfachen Dateninterpretation. Mit ihren Niederlassungen in allen Sprachregionen garantiert Nexi Schweiz ihren Kunden eine umfassende und persönliche Betreuung vor Ort. Die börsennotierte Nexi Group hat ihren Hauptsitz in Mailand und beschäftigt über 10.000 Mitarbeiter, die sich der Vereinfachung von Zahlungsprozessen in ganz Europa widmen. www.nexi.swisswww.nexigroup.com